Auf der Zielgeraden

Gerade eben sitze ich noch an der Kaimauer in Berlin, geniesse mit Freunden ein Bier an der Spree und lasse einen herrlichen Frühlingstag ausklingen: wir haben einmal mehr am Berliner Halbmarathon teilgenommen. Und sind ins Ziel gekommen!


Und nun bin ich wieder auf der Zielgeraden zum Concave, in der U-Bahn, und der Zugführer erinnert uns Fahrgäste auf gut Bayrisch wieder daran, dass wir in der U6 Rrrrrichtung Garrrrrching Forrrrrschungszentrum sitzen und doch bitt’schön die Türen frrrrreimachen solln. Dann kann die Fahrrrt auch wieder weitergeh’n.

Hauptsächlich zeigt uns „der Wenda“ heute eine komplette Installation für WordPress.org, wie ich mir einen Domainnamen suche, wie das mit dem Hosting geht, FileZilla (für den Gabelstapler im Hochregal) und das Fine-Tuning mit Apps auf WP.org. Eigentlich kann ich es kaum erwarten, meinen richtigen Blog oder meine Webseite zu erstellen!

Für mich persönlich stand heute nachmittag „nur“ die Klausurvorbereitung auf der Tagesordnung. Was meine vom Muskelkater etwas müden Beine doch sehr gefreut hat.

 

Advertisements

Kopfstandtechnik

Kennt jemand die Technik der Kopfstandtechnik? Mit dieser Methode kommt der Ideenfluss in Gang und soll Denkblockaden beseitigen.

Stellt mich ein potentieller Arbeitgeber ein, der von mir folgendes zu meiner Person als motivierter online-Redakteur hört?

  • Ich schreibe super langweilige Texte, meine verschachtelten Bandwurmsätze sind einfach mein Stil und ich will da auch nichts dran ändern. Meine Texte muss man zweimal lesen, um den Sinn und Zweck zu verstehen.
  • Neue Themen sind mir suspekt und ich habe überhaupt keine Motivation, mich in neue Themen einzuarbeiten.
  • Ausserdem, was interessiert mich, was die Kunden hören wollen? Die Texte liest eh keiner, was soll ich mir da Mühe geben, dass der Inhalt gut ist?
  • Auf Kundenwünsche gehe ich daher auch nicht ein und beraten will ich sie auch nicht.
  • Ich bereite mich schlecht vor und Recherche ist nutzlos – die Kunden wollen die Wahrheit sowieso nicht hören, ist doch dann egal, dass der Inhalt stimmt.
  • Die ganzen neuen Textprogramme mag ich nicht benutzen. Die äusserliche Form des Textes ist mir vollkommen wurscht. Struktur für die Übersichtlichkeit und SEO? Nee, wozu? Ist mir doch egal, ob die Texte im Netz gefunden werden.
  • Ich bin super unpünktlich und verantwortungslos.
  • Was meine Mitarbeiter machen ist mir egal. Und deren Meinung über meine Arbeit sowieso.
  • Und überhaupt, ich bin ein Kommunikationsmuffel und arbeite am liebsten im stillen Kämmerlein.
  • Ein Konzept, Plan über meine Arbeit möchte ich auch nicht erstellen. Ich bin planlos. Termine? Nein, Texter brauchen Zeit, an feste Termine können sie sich nicht halten.
  • Ich bin total ideenlos, mir fällt nie etwas ein und am liebsten klaue ich die Ideen bei meinen Kollegen.
  • Ich bin fürchterlich unordentlich und lege nie etwas ab – ich finde nie etwas in meinen Archiven.
  • Und sowieso – ich habe eigentlich nie etwas zu sagen. Jedenfalls nichts interessantes.

Tja, und da ich das ja alles NICHT bin, demnächst der Umkehrschluss.

Und was hat Dr. Allwissend zu sagen?

 

Welche Strategie kann ich für eine BarCamp Ankündigung anwenden?

Was für Prozesse (Fachbegriffe) kurbele ich an, um ein Social Media Event (z.B. BarCamp) im Vorfeld publik zu machen?

Meine Überlegungen hierzu in leicht unstrukturierter Form:
Nach dem POST Konzept aus dem Groundswell erstelle ich mir einen Rahmen für die social-media Strategie für die Bekanntmachung meines BarCamps mit ca. 200 Teilnehmern.
People, Zielgruppe, wen möchte ich einladen?: Es handelt sich um ein BarCamp und richte mich daher eher an Internet-affines Publikum, die sich eher im Bereich der Collectors, Critics und Creators auf der Social Technographics befinden. Für die Streuung meines Events möchte ich gleichzeitig die aktiven Menschen im Netz, die Digital Residents, die das Potiential haben, Beeinflusser als Netzwerker (Mass Connectors) oder Experten (Mass Maven) zu sein, ansprechen.

Objectives/Zielsetzung: 200 Personen als Teilnehmer des BarCamp und darüber hinaus unseren Bekanntheitsgrad durch diesen Event zu steigern.
Strategies: Content is King, Context is Queen. Inhalte, die ich für mein BarCamp plane, müssen die Besucher meiner Veranstaltungswebseite ansprechen, die idealerweise die Inhalte weiterempfehlen und mit anderen in Dialog treten. Dazu sollten Beeinflusser (Mass Connectors und Mass Mavens) unser Thema/Event nach vorne pushen. Inhalte müssen daher sorgfältig geplant werden.
Dazu erstelle ich eine dynamische Veranstaltungswebseite, evtl. im Blog-Charakter. Sie soll Einblicke und Inhalt der Themen des Events geben, und eine ausführliche Vorstellung der Referenten beinhalten. Der Inhalt soll geteilt werden, daher gehört mindestens ein „gefällt mir“ Button oder ein Twitter Button unter den Text.
Call for Action: Fachleute können sich bewerben und Themenvorschläge über die sozialen Netzwerke ankündigen. Oder mit Verknappung werben: die ersten 10 Plätze gratis.
Video und Foto Impressionen von einem Event, das schon einmal stattgefunden hat, geben einen Eindruck der Stimmung vom vergangenen Ereignis.
Nicht vergessen sollte ich das genaue Datum, Zeit, Dauer, maximale Teilnehmerzahl, evtl. schon eine Agenda, Ort der Veranstaltung, Name des Veranstalters mit allen Kontaktdaten, Anfahrtsskizze, Hotelvorschläge.
Falls es nicht die erste Veranstaltung dieser Art war, kann ich noch Ergänzungen über Dinge, die nicht so gut gelaufen sind bei der letzten Veranstaltung, aber nun verbessert/behoben wurden, anfügen.
Technology:
Da meine Ziel-Gäste eher internet-affin sind, verbreite ich die Informationen über mein BarCamp nur über soziale Netze und nicht über die konventionellen Gatekeeper Medien (above the line).
Weiterverbreitung der Inhalte auf meiner dynamischen Veranstaltungsseite per Twitter, Facebook, Google+.
RSS Reader Button auf meinen Blog legen, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, bei neuen Beiträgen informiert zu werden.
Fotos kann ich in einem Bilder Sharing Dienst wie z.B. Flickr veröffentlichen (gut gelabelt und mit Schlagwörtern versehen). Videos kann ich in Youtube stellen und ebenfalls mit den Tags versehen. Auch Audio Dateien auf Soundcloud oder Präsentationen in einer animierten Form gestalten, z.B. auf Prezi. Als zusätzliches Seeding (viral Marketing) ein viral Video (spassfaktor, storytelling) auf shareifyoulike/unruly publizieren, um zusätzlich Werbung, die nicht danach aussieht zu generieren.
Streuung durch viral Marketing (weak ties aktivieren durch soziale Netzwerke), WOM (strong ties, Freunde und Verwandte).
Automatisierung des Seedings bei einer Ankündigung eines solchen Events ist auch per Hootsuite möglich.
Hashtag festlegen für Twitter, unter dem Vorabinformationen schon versendet werden können. Durch den Hashtag können Interessenten auf unser Thema stossen. Per Retweet wird dann die Meldung angeklickt und, falls der kleine Begleittext interessant ist, weiter verstreut.
In facebook wird die Info über den Event kurz angeteasert und ebenfalls mit Bild, Video oder Audio attraktiv gemacht.
Google+. Hier kann ich Kreise erstellen, denen ich gezielt meine Nachrichten übermitteln kann. Ebenfalls mit Bild und Teaser.
Monitoring einsetzen zur Kontrolle, wie meine Beiträge gestreut sind, wer von mir spricht … per Hootsuite. Ich muss zuhören können, um Reaktionen schnell entdeckt und beantwortet werden können.
Twibbon schaffen (Twitter – Ribbon), kann vom Besucher per Knopfdruck ins Twitter und Facebook Profilbild geladen werden – Sichtbarmachen der Community vorab.
Bei Facebook den Barcamp als Veranstaltung einstellen. Dabei kann man öffentlich, Geladene, Gäste oder eine Gruppe ansprechen. Weiter kann bei Amiando der Event eingestellt werden. Auch bei XING kann man den Event einstellen. Den eingestellten Amiando-Event kann man dann bei XING streuen/verbreiten. Mit XING Events kann ich auch die gesamte Anmeldung/Ticketausgabe/Bezahlung/Scanner des Events steuern.
Twitterwall während des Events laufen lassen, so können die Teilnehmer mit seinem Tweet auf die Wall kommen und visible sein. Bei Visible Tweets.com tragen wir ein Thema ein, z.B. #BarCampName und lassen eine twitterwall laufen

Monitoring und Event Management

Alles etwas früh heute … etwas früh klingelt der Wecker mal wieder, etwas früh ist der Frühling wieder weg (es schneit), und … etwas früh wird FC Bayern heute schon Meister????

Greifen wir die Hootsuite von gestern wieder auf und konzentrieren uns auf die Monitoring Funktion. Mit Hootsuite können wir Nachrichten aus sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook so gestalten, dass innerhalb von einem angelegten Tab zB vom Netzwerk Twitter Unterspalten, dh Streams, zu verschiedenen Schlagwörtern oder Gruppen angelegt werden können.

Weitere Monitoring Tools für Social-Web Suchen für Twitter sind Twingly und Twazzup.

Ein empfehlenswertes, kostenpflichtiges Monitoring Tool ist Radian6.

Eventmanagement

Die Telecom hat mit ihrem Best-Practice Flashmob, the T-Mobile-Dance, ein online Marketing Event geschaffen, das durch Teilen eine soziale Komponente erhalten hat.

Mir gefällt das Flashmob aus den Riem Arkaden – am besten um die Wies’n Zeit herum zu geniessen:

Events organisieren können wir über Xing-Events. Dieses Tool stellt mir eine fertige Event-Webseite mit einem „Tickets kaufen“-Button zu Verfügung, verschickt Einladung an die Mitglieder, stellt Tickets aus, organisiert Tickets nach Kategorien, organisiert Preisrabatte, versendet auch Papier-Tickets (besser nur online-Tickets ausstellen), wickelt den Zahlungsverkehr ab, scannt Tickets, analysiert (Storno…)

Seeding oder das gezielte Säen auf relevanten Plattformen

Was ist Seeding oder wie lassen sich Informationen von meinem Blog aus streuen?

Seeding (dt. Verbreiten, Streuen, Säen) steht für die gezielte Erstplatzierung einer Botschaft oder eines Produktes auf relevanten, hochfrequentierten Plattformen (Feldern). Seeding findet somit auf ersten Stufe des Weiterleitungsprozesses statt. Sascha Langner unterscheidet zwischen dem einfachen und dem erweiterten Seeding:

Diverse Multiplikatoren für Seeding (S. Langer, 2007)

Diverse Multiplikatoren für Seeding (S. Langer, 2007)

Beim einfachen Seeding soll die Zielgruppe selbst den Content entdecken. Der Empfehlungsprozess soll auf natürliche Art und Weise gedeihen und wird von dem Werbenden nicht beeinflußt. Die Viral-Marketing-Kampagne bleibt dadurch glaubwürdig und authentisch. Die Kosten des einfachen Seedings sind vergleichsweise gering. Der Content wir ausschließlich Freunden und Bekannten präsentiert. Dadurch, dass man nur auf die Qualität des Content als Verbreitungsanreiz vertraut, ist die Wahrscheinlichkeit einer viralen Verbreitung jedoch äußerst gering.

Beim erweiterten Seeding dagegen wird der Content von dem Werbenden gezielt gestreut und plaziert. Die schnelle und massive Verbreitung des Content steht dabei im Vordergrund. Der Content wird über möglichst viele Kanäle und auf hochfrequentierten Plattformen verbreitet.
Das Internet bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den eigenen Content schnell und kostengünstig zu streuen. Botschaften können auf Webseiten, Blogs, Foren, Gästebüchern, Chatrooms, Communities, Suchmaschinen, Web-Verzeichnissen, Content Sharing Sites, Social Networks, Social Bookmarking Sites verbreitet werden.

Eines der größten und wirkungsvollsten Seeding und Distributionsnetzwerke (Video!) ist shareifyoulike.com (jetzt unruly):
„Spannende Filme auf deinem Blog bei facebook und twitter teilen und mit jedem share verdienen.“

Nur selten entsteht ein Virus durch die Empfehlung einer einzelnen Person. Im Regelfall muss eine Vielzahl an Personen von einem Produkt (viral Content) erfahren, ehe ein viraler Effekt eintreten kann. Erst wenn eine kritische Masse an Personen erreicht wird, verbreitet sich die Botschaft von selbst. Um diese kritsche Masse zu erreichen, ist es erforderlich, den eigenen Content unter das Volk zu bringen. Dieser Vorgang wird im Viral Marketing als Seeding bezeichnet.

Das Kampagnengut, das über eine Videoplattform, wie „shareifyoulike“ gestreut wird und mit einem eigenen Beitrag ergänzt wird, besitzt in der Regel einen hohen Spassfaktor und wird nicht direkt als Werbung erkannt. Es kann eine richtige Story mit 2 – 3 Minuten Länge auf die Beine gestellt werden – im Fernsehen hat man dagegen nur ca. 30 Sekunden für eine Spot.

Ein Unternehmen produziert ein Video mit der Werbebotschaft als Viral, gibt dieses an Unruly weiter, das von Unruly auf die Plattform gestellt wird, um von Bloggern abgeholt zu werden. Der Blogger (als Publisher) bettet das Video auf seinem Blog mit einem persönlichen Beitrag ein. Besucher des Blogs finden den Beitrag mit Video gut, klicken auf einen „Teilen“ oder „Like“ Button und sorgen für eine gute Streuung in anderen sozialen Netzwerken. Der Blogger erhält neue Besucher und verdient noch Geld dadurch, dass er das viral Video auf seinem Blog integriert hat.

Automatisierung des Seeding Prozesses

Mit der Hootsuite können wir auch als kostenlose Variante ein Konto erstellen und über eine Publisher-Funktion Posts planen und im Editorialkalender den Versand der Nachricht zu einem bestimmten Zeitpunkt vorschreiben.

Diese Funktion kann für die Ankündigungen von Events herangezogen werden. Auch alte, nicht-kritische und allgemein gehaltene Beiträge kann ich kontinuierlich neu verstreuen. Allerdings könnte die regelmässige Streuung solcher Beiträge auch zu einem negativ-Effekt bei den Usern führen, negative Kommentare könnten auftauchen und das Unternehmen wird schlecht bewertet.

Share und Follow Buttons

Den Code für Widgets/Plugins für Share/Teilen Buttons erhalte ich über AddThis oder ShareThis.

Als Goodie hier ein kleiner Test-Werbespot von Yannick (sein erster!) über SoundCloud.

Mediaplanung

Warum Social Media und online-Marketing und was verspreche ich mir davon?

  • Warum? Als digital-immigrant von einem spectator zu einem creator werden, sei es auf privater oder geschäftlicher Basis.
  • Was gibt es alles? Terminologie aneignen, Zusammenspiel der verschiedenen Tools verstehen, um den Mythos Netz-Dschungel aufzulösen.
  • Wie ? „How to ….“ – Wie optimiere ich z.B. meine Beiträge mit SEO, wie und wo erstelle ich den best blog ever (theoretisch wenigstens) und accounts für die Social Netzwerke.
social media

me and social media

Hier eine animierte Prezi.

 

Das „go“ zur Wunsch-Weiterbildung in der Tasche

Banner Blog-Parade

Beschwingt verlasse ich das Arbeitsamt und kann es noch nicht fassen: ich habe meinen Bildungsgutschein in den Händen.

Totally lost in Deutschland. Das war ich vor 18 Monaten. Und davor 15 Jahre Leben in Frankreich. Alles war gut und organisiert: mein Leben als Ehefrau, Mama, mit Freunden, Freizeitaktivitäten, Sport. Und ich hatte sogar wieder einen (bezahlten!!) Job nach längerer Erziehungspause in einer Marketing-Agentur für Tourismus mitten in Paris gefunden. Das war so gar nicht in meiner Branche, die sich eher in der technischen Redaktion im IT Bereich ansiedelte. Aber ich bin ja flexibel. Mitgebracht habe ich reichlich Erfahrungen aus dem Leben davor und danach oder mit und ohne Kinder. Auch die Bereitschaft zum Learning by doing!
Und dann der Umzug von Paris nach München. Nach dem „Kulturschock“ verbringe ich die folgenden Monate damit , die Integration meiner Familie im neuen Alltag, den Einstieg in diverse Schulen und Vereine bestmöglichst zu gestalten und tonnenweise Papierkram zu erledigen. Bald taucht das frustrierte „Ich“ auf  und das Selbstvertrauen schwindet. Wie kann ich meinen beruflichen Wiedereinstieg gestalten? Ich will endlich wieder Anerkennung!

Und so mache ich mich auf den Weg. Über Organisationen wie power-m, ZAK, Frauencomputerschule, persönlicher Coach, BIZ und nicht zuletzt auch das Arbeitsamt finde ich „meine“ Weiterbildung im Bereich online-Redaktion und Multimedia hier bei Comcave.

Ich geniesse den Luxus, brandaktuelle Impulse und Wissen aus dem Bereich online-Marketing, Social Media Marketing, HTML, Journalismus und PR vermittelt zu bekommen. Speziell im online-Marketing und Social Media Marketing Kurs sehe ich erst, was das Internet alles zu bieten hat: haufenweise Tools, Foren, Infos, Analysen, Feeds, Tweets, Blogs … Einiges an Energie und Ausdauer ist schon nötig, um den Faden nicht zu verlieren.

Denn erstens … muss ich eine ganze Stunde früher als sonst aufstehen. Wer mich kennt weiss, wieviel Überwindung mich das kostet! Frühstücken, Frühstücksdosen für die Jungs bereitgestellt, schnell noch die Unterschrift auf eine Klassenarbeit und schon renne ich aus dem dem Haus noch vor meinen Kindern und meinem Mann (wenn er denn auch mal da ist) und die meistens noch gemütlich am Frühstückstisch sitzen! Am Anfang nagt das schlechte Gewissen, da der Jüngste als letztes aus dem Haus geht… hat er auch nichts vergessen? Hat er seine Jacke an, Mütze aufgesetzt?

Zweitens … habe ich während der gesamten sechsmonatigen Weiterbildung keinen einzigen Tag Urlaub oder Ferien! Wir sassen sogar an Heilig Abend und Silvester bis 13 Uhr in der Schule! Alle in Feierstimmung und entspannt und haben das gleiche auch von mir erwartet. Weihnachten war die Bude voll, die Silvesterfete stieg bei uns – die letzten Gäste gingen um 5 Uhr morgens und am 2. um 8 Uhr sass ich wieder Schule. Ach? Hast du keine Ferien? Und meine Familie ist in den Faschingsferien ohne mich zum Skifahren!

Drittens … permanenter Zeitmangel. Auf dem Weg nach Hause in U-Bahn und Tram lese ich die Kursunterlagen durch, bloss keine Zeit vergeuden. Meistens komme ich gleichzeitig mit meinen Kindern nach Hause und mache mit ihnen Hausaufgaben, während ich nebenher zu Mittag esse. Die Kinder haben ja schon in der Schule gegessen. Und danach steht der übliche Nachmittagswahnsinn an, den ein 5-köpfiger Haushalt eben zu bieten hat. Ich muss anmerken, dass ich eine Eishockey-mom bin die fährt, wartet und jubelt. Mein Luxus ist eine Runde Joggen einschieben, während meine Jungs auf dem Eis sind. Erst nach dem Abendessen, wenn alle versorgt sind, darf ich mich endlich wieder an meine Hausaufgaben setzen, mich für den nächsten Tag vorbereiten oder für die Klausur am Ende eines Moduls lernen. Ja, denn wir haben auch Klausuren zu schreiben!

Die Flut an Informationen ist manchmal überwältigend. Trotz mancher Verzweiflungsattaken „Oh my god, das schaffe ich nie!“, habe ich noch keinen einzigen Tag meiner Weiterbildung bereut. Und so freue ich mich morgen früh wieder auf unseren Dozenten Ralf Wenda – simply the best -, der es mit seiner Dynamik schafft, seine heterogene Truppe durch den Social Media Dschungel zu führen.

Fazit: Schon die Suche nach einer geeigneten Weiterbildung war ein interessanter Selbstfindungsprozess. Und die Weiterbildung an sich war der notwendige Schritt, um in die nötige Dynamik zu kommen und mit neuem Selbstbewusstsein und gestärktem Rücken ins Berufsleben zurückzufinden.

Und wetten, dass ich es auch heute wieder geschafft habe, den Preis für den letzten Beitrag des Tages für diese Blog-Parade#wbParade zu erhalten?

Die Muttis im Kurs können mal einen Blick auf Münchens Working Mum Blog werfen.

Eure Tanja 🙂